Uranium
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Der globale Energiemarkt
Sowohl aus politischen aber auch praktischen Gründen sind Industrienationen daran interessiert, alternative Ressourcen zu finden, um so ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Lieferengpässe aus natürlichen oder geopolitischen Gründen, die globale Erwärmung, volatile Preisentwicklungen, etc. sind Gründe, warum die technologische Exploration vorangetrieben wird. Zudem steigt die Nachfrage in Ländern wie China und Indien, was das Verhältnis von Nachfrage und Angebot weiter belastet. Man geht sogar davon aus, dass die Nachfrage auch in den USA in den nächsten 20 Jahren um 50% ansteigen wird.
Dies führte dazu, dass Kernkraft wieder mehr ins Zentrum der Betrachtung gerückt ist. Eine der wenigen emissionsfreien Elektrizitätsquellen ist die Atomkraft und wird daher auch verstärkt von Umweltschützern als die einzige praktikable Langzeitalternative zu Öl und Gas angesehen. Die Atomkraft machte 2006 etwa 17% in der weltweiten Herstellung von Elektrizität aus und kam direkt hinter Kohle. Es gab 441 Atomkraftwerke in 31 Ländern die 2006 in Betrieb waren. Der Verbrauch lag bei 173 Millionen Pfund Uran. Allerdings kamen nur 90 Millionen Pfund aus produzierenden Minen, der Rest stammt aus Sekundärquellen wie z.B. der Vernichtung von Atomwaffen.
Die Rolle der Atomenergie in der Welt Elektrizitätsgewinnung

In 11 Ländern befinden sich 30 Atomkraftwerke im Bau, hauptsächlich in Asien, und der Bau von weiteren 34 ist für die nahe Zukunft geplant. Im Ganzen sollen in den nächsten 15 Jahren 130 neue Atomkraftwerke gebaut werden. Laut der weltweiten Verband für Atomkraft (World Nuclear Association) werden China, Indien und Russland ihre Atomkapazitäten in den nächsten 15 Jahren bedeutend steigern.
Um 2020 allerdings, wird erwartet, dass die sekundären Quellen der Uranlieferung nur noch 15% der Urannachfrage abdecken werden, der Großteil wird dann allerdings durch neu abgebautes Uran gedeckt. Derzeit aktive und geplante Minen alleine werden nicht in der Lage sein, primär die Urannachfrage abzudecken. Die Sorge, woher das benötigte Uran stammen soll, besoners seit sich der Preis in den letzten acht Jahren verneunfacht hat, ist groß.
International Nuclear geht davon aus, dass die globalen Urananforderungen bis 2010 auf 185 Millionen Pfund und bis 2020 auf 202 Millionen Pfund ansteigen werden – im Gegensatz zu den derzeitigen 173 Millionen Pfund.
Globale Urannachfrage übersteigt Produktion

Uranboom
Die Belastung durch Unternehmen, die ihre Vorräte an Uran aufstocken wollen, bringt wahrscheinlich einen langanhaltenden Boom auf dem Uransektor mit sich, dem sind auch die hohen Öl- und Gaspreise zuträglich. Trotz der aktuellen Senkung des Ölpreises, werden sich die Preise historischen Hochs von US$ 130 pro Barrel annähern. Am wettbewerbsfähigsten ist es da neue Atomkraftwerke zu bauen, denn langfristig gesehen sind Atomkraftwerke Lösungen für die aus fossilem Brennstoff gewonnene Elektrizität.
Langfristige Preissteigerung von Uran, bedingt durch die starke Steigerung von 2004 und 2006

Aller Kraftwerke – auch nukleare – arbeiten gleich. Der Brennstoff (sei es Kohle, Gas oder Uran) erhitzt das Wasser und verwandelt es in Dampf, der wiederum eine Turbine startet, die den Schaft des Generators bewegt, so dass Strom erzeugt wird.
Schema
Der größte Unterschied zwischen den Kraftwerken ist, dass das Kernkraftwerk keine fossilen Brennstoffe verwendet. Stattdessen werden Uranatome gespalten. Das bedeutet, sie produzieren keinen sauren Regen, Ruß, Smog oder Kohlenstoffdioxid (dem größten Treibhausgas). In OECD Ländern alleine, werden durch Kernkraftwerke 1.200 Tonnen Treibhausgase jährlich vermieden. Geht man davon aus, das alle alten Kernkraftwerke durch moderne, mit fossilem Brennstoff betriebene, Kraftwerke ersetzt würden, stiege der CO2 Ausstoß um 8%. Kernkraftwerke sind effizienter als alle konventionellen Reaktoren und emissionsfrei.
Uran ist eine konzentrierte Energiequelle
Energiequelle |
Produzierte Elektrizität |
1 kg Brennholz |
1 kwh (Kilowatt/Stunde) |
1 kg Kohle |
3 kwh |
1 kg Öl |
4 kwh |
1 kg Uran |
50,000 kwh |
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